Arm trotz Arbeit

 

Wege aus Niedriglohn und unsicherer Beschäftigung

Freitag, 12. Dezember 08, 14 bis 18 Uhr im Landtag, Raum E3 D01

 

 

Arm trotz Arbeit

Immer mehr Menschen arbeiten heute befristet oder in Zeitarbeitsverträgen, erhalten für ihre Arbeit nur Niedriglöhne und müssen trotz Arbeit ergänzende Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Überdurchschnittlich von Niedriglöhnen betroffen sind insbesondere Beschäftigte mit Minijobs, Jüngere, gering Qualifizierte und Ausländerinnen und Ausländer.

Auch der Anteil von in Zeitarbeit Beschäftigten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Zugleich stieg die Zahl der Menschen, die sozialversicherungs­pflichtig beschäftigt sind und gleichzeitig ergänzende Leistungen nach dem SGB II beziehen müssen seit 2005 erheblich. Zu dieser Entwicklung haben auch die verschiedenen Reformen zur Deregulierung und Flexibilisierung am Arbeitsmarkt beigetragen. Hierzu zählen insbesondere die Regelungen zur Arbeitszeitbefristung, zur Vereinfachung von Minijobs und die Zumutbarkeits- und Sanktionsregelungen des SGB II und SGB III. Sie sollten als Anreiz zur Schaffung neuer einfacher Arbeitsplätze wirken und somit gerade gering Qualifizierten zu Gute kommen.


Wir wollen uns in dieser Veranstaltung mit Umfang und Ursachen der verschiedenen Formen unsicherer Beschäftigung befassen, danach fragen, ob die Reformen zu angestrebten arbeitsmarkt- und sozialpolitisch sinnvollen Entwicklungen geführt haben und wollen notwendige Gegenstrategien diskutieren.